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23.11.2008

55-Cent-Weihnachstmarke der Wohlfahrt

Marken für die Weihnachtspost

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Berlin (DW EKD Online) - Für viele Menschen steht fest: Handgeschriebene Grüße gehören zu Weihnachten wie Geschenke, Gebäck und Kerzen.

Wer seine Festpost zusätzlich mit Weihnachtsmarken frankiert, gestaltet sie nicht nur stilvoller, sondern tut gleichzeitig etwas für den guten Zweck. Die Zuschlagserlöse aus dem Verkauf der seit 1969 jährlich neu erscheinenden Marken fließen in die soziale Arbeit von AWO, Caritas, Paritätischem Wohlfahrtsverband, Deutschem Roten Kreuz, Diakonie und der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland.

Die neuen Weihnachtsmarken sind seit dem 13. November 2008 erhältlich. Sie zeigen die Werke „Geburt Christi“ und „Anbetung der Könige“ von Albrecht Dürer und Raffaello – zwei der bedeutendsten Künstler der Renaissance. „Geburt Christi“, Dürers Mitteltafel des sogenannten Paumgartner Altars, befindet sich in der Alten Pinakothek in München. Das von Raffaello konzipierte Fresko „Anbetung der Könige“ schmückt die Loggien des Vatikans in Rom.

Die Weihnachtsmarken 2008 werden als Gemeinschaftsausgabe mit dem Vatikan herausgegeben und sind somit nicht nur unter www.weihnachtsmarken.de oder direkt bei den Wohlfahrtsverbänden und der Post in Deutschland, sondern motivgleich auch in Vatikanstadt erhältlich.

Zu den Motiven:
Die „Geburt Christi“ (Marke zu 45 + 20 Cent) als Teil eines Flügelaltars, den Albrecht Dürer um 1500 schuf, zeigt das Neugeborene von kindlichen Engeln umgeben, das auf dem Mantelzipfel seiner Mutter Maria liegt und von ihr andächtig angebetet wird. Josef kniet im Vordergrund und die Hirten, denen ein Engel im Hintergrund die frohe Botschaft verkündet, eilen herbei, um den neugeborenen Heiland zu verehren. Auch Dürers Zeitgenossen sind präsent: Zu beiden Seiten des Vordergrundes beten die miniaturhaft verkleinerten Mitglieder der Familie Paumgartner, Dürers Auftraggeber, deren Repräsentationsbedürfnis er so gerecht wird.

Die „Anbetung der Könige“ (Marke zu 55 + 25 Cent) ist ein kleines Fresko aus der Werkstatt Raffaellos, das zwischen 1517 und 1519 ausgeführt wurde. Als Teil von insgesamt 52 Werken mit biblischen Szenen aus dem Alten Testament zeigt es die anbetenden Könige und ihr Gefolge, das überrascht und neugierig dem Geschehen im Stall beiwohnt. Die Besucher präsentieren ihre Gaben und küssen die Füße des göttlichen Kindes, das in eleganter Pose im Schoß seiner Mutter ruht. Modern erschien den Zeitgenossen vor allem die Kombination biblischer Darstellung und antiker Stilelemente wie der illusionistische Durchblick in einen gemalten Himmel.

(Quelle: Dr. Christian Quaeitzsch, Bayerische Staatsgemäldesammlungen München)

 Herausgeber:
Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V.
Abteilung Wohlfahrtsmarken
Werthmannstraße 3A, 50935 Köln
Redaktion: Sigrid Forster

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