31.10.2007
"Kunst trotz(t) Armut"
"Kunst trotz(t) Armut" ist der Titel einer Wanderausstellung, die an fünf Orten in Berlin startet und anschließend in elf weitere deutsche Städte reist. Am 31. Oktober eröffnet Diakonie-Präsident Klaus-Dieter K. Kottnik einen Teil der Ausstellung im Diakonischen Werk der EKD mit Werken u.a. von Liesel Metten und Wilhelm Neußer.
Die Wanderausstellung ist eine gemeinsames Projekt der Evangelischen Kirche in Deutschland, dem Diakonischen Werk der EKD sowie dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik. Projektleiter und Kurator der Ausstellung ist Andreas Pitz von der Evangelischen Obdachlosenhilfe, einem Fachverband der Diakonie.
Immer wieder rücken Künstler benachteiligte Menschen oder soziale Schieflagen und Probleme in den Blick. "Man denke an Werke von Käthe Kollwitz oder Heinrich Zille, die Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts schonungslos auf soziales Elend und gesellschaftliche Ungerechtigkeit aufmerksam gemacht haben und an das soziale Gewissen ihrer Zeitgenossen appellierten", verdeutlicht Pitz das Anliegen der Ausstellung. Auffallend sei, dass sich heute neben renommierten auch unbekannte Künstler und Menschen aus der "Armutsszene" in ihren Arbeiten mit Armut und Ausgrenzung auseinandersetzen.
Zur Ausstellungseröffnung im Diakonischen Wer der EKD werden neben Pitz auch Rothraud Kießling als offizielle Vertreterin der Evangelischen Obdachlosenhilfe, Frank Hinte, Verlagsleiter des Gemeinschaftswerkes Evangelische Publizistik sowie Christhard-Georg Neubert, Direktor der Kulturstiftung St. Matthäus anwesend sein.
Die Diakonie schätzt, dass in Deutschland etwa 300.000 Frauen und Männer ohne festen Wohnsitz unterwegs sind. Entwurzelung und Obdachlosigkeit sind schon lange keine Randerscheinungen mehr. Die Diakonie engagiert sich in rund 350 Diensten und Einrichtungen für Obdachlose. Sie ist damit der größte Anbieter von Hilfen für Menschen auf der Straße. Neben den Tagesaufenthaltsstätten, wo die Obdachlosen duschen oder ihre Wäsche waschen können, bieten sie im Winter Notunterkünfte. An alle, die dort nicht hinwollen, verteilen Mitarbeitende heiße Getränke, Decken und Isomatten.
Weitere Informationen zu den anderen Ausstellungstandorten unter www.evangelische-obdachlosenhilfe.de.

