16.02.2010
Kerstin Griese als Vorstand Sozialpolitik eingeführt
Berlin (DW EKD) - Mit einem festlichen Gottesdienst wurde Kerstin Griese am 15. Februar 2010 in ihren Dienst als Vorstand Sozialpolitik im Diakonischen Werk der EKD e.V. eingeführt.
In seiner Predigt in der Berliner Golgatha-Kirche sagte der Vorsitzende des Diakonischen Rates, der rheinische Präses Nikolaus Schneider, dass die Diakonie die materiellen und geistlichen Bedürfnisse der Menschen gleichermaßen berücksichtigen soll. Das Wort Gottes sei genauso unverzichtbar wie das tägliche Brot. Zugleich verwies der stellvertretende EKD-Ratsvorsitzende darauf, dass Bildung, Grundbildung und Ausbildung, faire Zugänge zu den Bildungseinrichtungen und die notwendige Förderung elementar sind, um familiäre Benachteiligungen ausgleichen zu können.
In seinem Grußwort nach dem Gottesdienst lobte Diakoniepräsident Klaus-Dieter Kottnik ihre bisherige Arbeit im Diakonie-Bundesverband. Sie sei in ihrem neuen Amt schnell, klar, direkt und liebenswürdig. Griese habe in den ersten 100 Tagen mehr erreicht als andere in einem Jahr. Kottnik: „Wir geben sie erst ab, wenn sie in ein Ministeramt berufen wird.“
Der SPD-Fraktionsvorsitzende, Frank-Walter Steinmeier (Berlin), entgegnete in seinem Grußwort, soviel Lob sei man in der Politik nicht gewohnt – „erst recht nicht in der SPD-Fraktion“. Er bedaure, dass man Griese als Bundestagsabgeordnete verloren habe. Er freue sich aber über ihr neues Amt, mit dem sie „die Verbindung zu den moralischen Instanzen der Gesellschaft“
aufrechterhalten könne.
In ihrer Dankesrede sagte Kerstin Griese, dass die Wahlniederlage für sie ein Schock gewesen sei. Familie und Freunde, ihr Netzwerk in Kirche und Politik sowie ihr Gottvertrauen hätten ihr in dieser Situation Halt gegeben. Ihre Arbeit im Bundestag verglich sie mit der in der Diakonie. Danach sei die Zahl der Sitzungen in der Diakonie größer. Jedes Treffen werde mit dem Lesen der Tageslosung aus der Bibel begonnen. Griese: „Vielleicht sollte man das auch bei SPDFraktionssitzungen einführen.“
Als Diakonievorstand ist Kerstin Griese seit dem 1. November 2009 zuständig für die sozialpolitischen Zentren Gesundheit, Rehabilitation und Pflege sowie Familie, Integration,
Bildung und Armut. Sie gehört seit 2003 der EKD-Synode und der Sozialkammer der EKD an.
(mit Material von idea, kerstin-griese.de und DW EKD)
Suche
Themen und Aufgaben
Social Bookmarks
Diakonie Shop
Hier finden und bestellen Sie bequem unsere aktuellen Werbemittel
zum Shop

