30.11.2003
Diakonie in der Informationsgesellschaft
Gegen Ende des 20. Jahrhunderts begann eine Entwicklung von der Industriegesellschaft hin zu einer Informationsgesellschaft. Ein wichtiges Merkmal hierfür war der rasante Höhenflug der New Economy.
Heute ist die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung nicht mehr vorstellbar ohne die Technologien der Informationsgesellschaft. Was bedeutet dies für die Diakonie?
In seinem Beitrag für die Zeitschrift "Diakonie Impulse" 6/2003 "Veränderungen diakonischer Arbeit durch die neuen Informationstechnologien" erläutert Dr. Johannes Eurich die Auswirkungen und Folgen, die die Entwicklung zur Informationsgesellschaft auf die Arbeitsbereiche und Aufgabenfelder der Diakonie hat.
Dabei macht er deutlich, dass die Veränderungen alle Bereiche der Diakonie umfassen: Angefangen von überkommenen Organisationsformen, Arbeitsstrukturen, Hierarchieebenen bis hin zu Veränderungen in den Aufgaben. Diakonie will bei den Menschen sein. Dies bedeutet, dass virtuelle Gemeinschaften entstehen, um beispielsweise die Flut von Informationen zu strukutieren und Kompetenzen unabhängig von Standorten effektiv einsetzen zu können. Es bedeutet aber auch, dass neue Herausforderungen und Aufgabenfelder entstehen, um allen Menschen die Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.
Die Diakonie, so Eurich, ist herausgefordert, sich diesen Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft zu stellen, sie für ihre Zwecke zu nutzen und getreu ihrem Auftrag sich für die Benachteiligten und Ausgegrenzten (der Informationsgesellschaft) einzusetzen.

