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17.12.2004

Blind-PG

"Brot für die Welt" zu "Brot für die GEZ"
Stellungnahmen der evangelischen Hilfsaktion

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Die Aktion der Studenten "Brot für die GEZ" unter Verwendung unseres Logos und unsere Reaktion darauf hat eine Debatte ausgelöst, in der "Brot für die Welt" Humorlosigkeit vorgeworfen wird.

Hier die Reaktion von "Brot für die Welt" dazu:
Die Aktion der Studenten "Brot für die GEZ" unter Verwendung unseres Logos und unsere Reaktion darauf hat eine Debatte ausgelöst, in der "Brot für die Welt" Humorlosigkeit vorgeworfen wird. Mit "Brot für die GEZ" sollte über eine Ebay-Auktion Geld eingeworben werden, um davon bemalte Brotscheiben an die Gebühreneinzugszentrale zu schicken. Die Bekanntheit des "Brot für die Welt"-Logos wurde dazu benutzt, "Brot für die GEZ" zu befördern.

"Brot für die Welt" setzt sich mit seiner Projektarbeit sowie durch Lobby-Aktivitäten und Advocacyarbeit für die Ernährungssicherung von Millionen Menschen weltweit ein. Wir unterstützen Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika, denen oft nicht nur sprichwörtlich das Stück Brot zum Leben fehlt. Wir helfen ihnen, sich selbst für eine Verbesserung ihrer Ernährungslage einzusetzen und ihr Recht auf Nahrung durchzusetzen.

Wir freuen uns sehr an witzigen und kreativen Aktionen und nutzen sie auch selbst in unserer Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit. Die Aktion "Brot für die GEZ" hat allerdings mit entwicklungspolitischen Fragen nichts zu tun. Die Bemalung und der Versand von Brotscheiben aus Protest gegen eine Gebührenerhöhung der GEZ dürft von vielen Menschen, die Hunger leiden, ebenso wie von unseren Spenderinnen und Spendern als nicht nachvollziehbare Verschwendung von Nahrungsmitteln betrachtet werden. Wir möchten eine solche Aktion weder unterstützen, noch damit in Verbindung gebracht werden.

Wir halten es für ein selbstverständliches Recht in einer demokratischen Gesellschaft, uns gegen die missbräuchliche Verwendung unseres Namens und Logos sowie gegen eine werbliche Verbindung, der wir nicht zugestimmt haben, zu schützen.

Im Blick auf unsere Spenderinnen und Spender hier in Deutschland und unsere Partner in Afrika, Asien und Lateinamerika sind wir verpflichtet, unseren Ruf als vertrauenswürdige, entwicklungspolitische Organisation zu schützen und Sorgfalt walten zu lassen. Das mag für einzelne humorlos erscheinen.

Cornelia Füllkrug-Weitzel
Direktorin von "Brot für die Welt"

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