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14.07.2010

Renn_wenn_Du_Kannst_Robert Gwisdek 128-95

Aktueller Film über Liebe und Querschnittslähmung

Am 29. Juli kommt „Renn, wenn du kannst“ in die Kinos - eine Dreiecksliebesgeschichte zwischen dem Rollstuhlfahrer Ben, seinem Zivi Christian und der Cellistin Annika. Ein Film über junge Menschen auf dem Weg zum Erwachsen werden, über soziales Engagement und Freundschaft, die stärker als alles andere ist. Der Film ist auf der Berlinale sehr erfolgreich gelaufen und hat diverse Festivalpreise gewonnen.

Inhalt: Benjamin (Robert Gwisdek) leidet an Tetraplegie, einer Querschnittslähmung, die Beine und Arme betrifft, und sitzt nach einem Unfall im Rollstuhl. Er ist intelligent, lustig und verzweifelt. Liebe kommt für ihn nicht in Frage, das erklärt er zumindest seinem neuen Zivi Christian (Jacob Matschenz). Der nimmt das Leben leicht: Er wird ein halbes Jahr bei Ben bleiben und dann seiner Wege gehen. Annika (Anna Brüggemann) studiert Cello, doch das Musikstudium und der gnadenlose Zwang zur Perfektion lasten schwer auf ihr. Sie fährt jeden Tag mit dem Fahrrad an Benjamins Wohnung vorbei, und er schaut ihr jeden Tag vom Balkon aus sehnsüchtig hinterher. Doch erst als sie eines Morgens mit Christian kollidiert, lernen die drei sich kennen und werden Freunde. Zu dritt erschaffen sie sich eine Welt aus Sehnsucht und Fantasie. Doch natürlich wollen beide Jungs mehr von Annika als nur Freundschaft. Annika kann sich nicht entscheiden. Sie mag Christian und seineVerspieltheit, aber eigentlich fühlt sie sich eher Ben verbunden. Was für alle drei wie ein Spiel beginnt, wird für Ben eine Reise zu seinen größten Ängsten, in Abgründe, aus denen er allein nicht mehr herausfinden wird.

Produktion: Buchentwicklung und Schauspielarbeit wurden begleitet von zwei querschnittsgelähmten Beratern, die geholfen haben, die Balance zwischen Authentizität, schwarzem Humor und erzählerischer Fantasie zu finden. Autor und Regisseur Dietrich Brüggemann präsentierte auf der Berlinale 2006 in der Reihe Perspektive Deutsches Kino seinen vielbeachteten Debütfilm „Neun Szenen“ aus neun ungeschnittenen Einstellungen. Er gewann damit u.a. den Studio Hamburg Nachwuchspreis 2007 für das beste Drehbuch und den Publikumspreis beim Festival des Deutschen Films Ludwigshafen 2006.

Bewertung: In der Presseinfo zum Film heißt es: Mit seinem Kinodebüt RENN, WENN DU KANNST gelingt Dietrich Brüggemann einaußergewöhnlicher Brückenschlag: Der Film erzählt vielschichtig und konsequent von einer schweren Behinderung und dem Umgang damit, erlaubt sich aber zugleich absurden Dialogwitz, visuellen Ideenreichtum und eine erzählerische Leichtigkeit, wie man sie im deutschen Film nicht oft sieht. Robert Gwisdek („13 Semester“) spielt die sperrige Hauptfigur, ihren trockenen Humor und nicht zuletzt auch die körperlichen Auswirkungen der Tetraplegie mit unsentimentaler Präzision. Der Sohn von Michael Gwisdek und Corinna Harfouch ist zum ersten Mal in einer Hauptrolle zu sehen. Anna Brüggemann („Mitte Ende August“, „Kleinruppin Forever“), die zusammen mit ihrem Bruder auch das Drehbuch schrieb, ist die talentierte, aber an sich selbst zweifelnde Cellistin Annika. Jacob Matschenz („Vorstadtkrokodile“, „Die Welle") ergänzt als Zivi Christian das Ensemble mit großer Spielfreude und Vitalität. RENN, WENN DU KANNST erzählt immer nah am Herzen der Figuren - ein Drama mit Tiefgang und großer Leichtigkeit.

Infos: Der Film wird bundesweit gezeigt, meist in kleineren Kinos, zum Teil auch in größeren. Die Darsteller und der Regisseur touren deutschlandweit in Kinos, um den Film vorzustellen. Die Zuschauer haben dabei die Möglichkeit, den Cast des Films kennen zu lernen. Die Termine und Veranstaltungsorte dazu finden Sie auf der Filmwebsite www.rennwenndukannst.de.  

 

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