30.11.2007
50 Jahre Lobbyarbeit für Suchtkranke
Gesamtverband für Suchtkrankenhilfe wird 50 Jahre alt
Seit 50 Jahren setzt sich der 1957 in Kassel gegründete Gesamtverband für Suchtkrankenhilfe im Diakonischen Werk der EKD für suchtkranke Menschen und ihre Angehörigen ein.
Er fördert die Professionalisierung des Hilfesystems und die regionale Vernetzung der Hilfsangebote, um suchtkranken Menschen lückenlose Betreuung anbieten zu können.
Er informiert über Suchterkrankungen und ihre Folgen und macht sich in der Prävention, auch auf europäischer Ebene, stark. Grund genug, die Erfolge zu feiern: Am 29. und 30. November begeht der GVS in Berlin seinen Geburtstag mit einem wissenschaftlichen Symposium und einem Festakt mit Diakonie-Präsident Klaus-Dieter Kottnik und der Bundesdrogenbeauftragten Sabine Bätzing.
Noch vor einem halben Jahrhundert galten Menschen, die der "Trunksucht verfielen" als "willenschwach" und "charakterlos". Dass sich diese Einschätzung bis heute grundlegend gewandelt hat, dass Abhängigkeit als Krankheit gilt und Suchtkranke eine umfassende medizinische, therapeutische und soziale Hilfe bekommen - dazu hat ganz wesentlich der Gesamtverband für Suchtkrankenhilfe im Diakonischen Werk der EKD beigetragen.
Im Arbeitsfedl "Sucht" stehen weitere Informationen bereit. Sie finden dort unter anderem Angaben darüber, wie Sucht entsteht und welche Angebote die Diakonie bereithält. In einem Interview erklärt der Geschäftsführer des GVS, Dr. Theo Wessel, welches die Herausforderungen für die diakonische Suchtkrankenhilfe sind. Claudia Biehahn hat einen Suchtkranken porträtiert, der derzeit eine Therapie in einer diakonischen Fachklinik macht.

