28.12.2004
21 Jahre Brot statt Böller
Silvester auch an die Zukunft der Entwicklungsländer denken
Für viele Menschen gehört das Sivesterfeuerwerk mit Raketen, Knallern und Böllern unverzichtbar zum Jahreswechsel dazu.
Rund 50 Millionen Euro werden jedes Jahr im wahrsten Sinne des Wortes in die Luft gejagt und verpuffen innerhalb weniger Minuten.
Wie Bleigießen und das traditionelle Glücksschweinchen, geht auch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern auf heidnische Bräuche zurück. Lärm und Krach sollen nicht nur böse Dämonen abwehren, sondern auch die Ausgelassenheit zur Begrüßung des neuen Jahres demonstrieren.
Doch nicht überall auf der Welt können die Menschen so ausgelassen feiern, zu groß ist die Sorge vor Krieg, Hunger und Zerstörung. In vielen Entwicklungsländern erweist sich der Blick in die Zukunft auch für das kommende Jahr mehr als düster.
Zu Silvester auch an die denken, die nichts zu feiern haben, ist die Idee, die hinter der Aktion "Brot statt Böller" steckt. Vor 21 Jahren wurde sie von der evangelischen Kirchengemeinde Bargtheide in Schleswig-Holstein ins Leben gerufen. Das Teilen von Freude und Dankbarkeit steht seither im Mittelpunkt.
Über 1.800 Projekte in Asien, Afrika und Lateinamerika könnten mit dem jährlich "verballerten" Betrag gefördert werden. Für die Menschen in den Entwicklungsländern können durch die Spenden Ausbildungsplätze, Bewässerungsanlagen für die Felder oder Hilfe zur Selbsthilfe finanziert werden.
Natürlich will die Aktion "Brot statt Böller" niemandem den Silvesterspaß verderben. "Doch wer feiert und sich freut, sollte die Möglichkeit wahrnehmen, auch Menschen in den Entwicklungsländern eine Zukunft zu eröffnen", erklärt die evangelische Hilfsaktion "Brot für die Welt", die "Brot statt Böller" initiiert hat.
Mehr Informationen zur Aktion "Brot statt Böller" finden Sie auf den Internetseiten von "Brot für die Welt".

