Bundesfreiwilligendienst

Arbeit in sozialen Einrichtungen, für andere da sein, sich mit den eigenen Zielen und Werten auseinandersetzen und neue Wege einschlagen: Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) bietet allen zwischen 16 und 99 Jahren genau das. Das Bildungs- und Orientierungsjahr ist eine gute Chance, in soziale Arbeit reinzuschnuppern und sich freiwillig zu engagieren.

Marc hat in einem Krankenhaus seinen Bundesfreiwilligendienst gemacht. Welche Erfahrung er dabei gemacht hat, erzählt er hier:

Einen Bundesfreiwilligendienst können Sie in allen Bereichen des freiwilligen Engagements absolvieren: Als Freiwillige oder Freiwilliger engagieren Sie sich beispielweise in Kitas, unterstützen Menschen mit Behinderung, wirken in Seniorenheimen oder in der kirchlichen Jugendarbeit mit. Ein BFD und die Tätigkeit, die während Ihres Dienstes ausgeführt wird, ist arbeitsmarktneutral. Das heißt, Sie ersetzen keine reguläre Fachkraft, sondern unterstützen im Rahmen dieses Bildungs- und Orientierungsjahres hauptamtliche Kollegen.

In der Regel dauert ein BFD 12 Monate, mindestens jedoch 6 und maximal 18. In Ausnahmefällen können Sie ihren Dienst über einen Zeitraum von 24 Monaten absolvieren. Sollten Sie älter als 26 Jahre alt sein, können Sie sich auch in Teilzeit, mindestens jedoch 20 Stunden in der Woche, engagieren. Im Bundesfreiwilligendienst über 12 Monate sind alle Freiwilligen auch verpflichtet, an 25 Seminartagen teilzunehmen. Bei einer kürzeren oder auch längeren Dienstdauer sind diese Seminartage entsprechend weniger oder mehr. In den Seminaren werden das freiwillige Engagement reflektiert, Themen wie verbale und nonverbale Kommunikation behandelt und über gesellschaftliche Angelegenheiten diskutiert. Auch viele weitere Themen sind denkbar und werden gemeinsam mit den Seminarteilnehmenden bestimmt, vorbereitet und durchgeführt.

Junger Mann spielt mit Seniorinnen Karten
Ein BFD ist ein Bildungs- und Orientierungsjahr epd-bild/Thomas Rohnke
Während Ihres BFDs sind Sie gesetzlich sozialversichert, die Kosten dafür übernehmen die Einsatzstellen. Darüber hinaus erhalten Sie ein Taschengeld bis zu 330 Euro. Einige Träger stellen je nach Tätigkeit auch Unterkunft, Verpflegung oder Arbeitskleidung. Bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres haben Freiwillige bzw. ihre Eltern außerdem Anspruch auf Kindergeld.

Bewerben können Sie sich grundsätzlich zu jedem Monatsersten bei diakonischen Einsatzstellen.

Auch Ausländer können am BFD teilnehmen: Dafür brauchen sie einen Aufenthaltstitel, der sie zur Erwerbstätigkeit berechtigt. Freiwilligen aus dem Ausland kann auch speziell für den Freiwilligendienst eine Aufenthaltsgenehmigung erteilt werden. Bei Fragen rundum das erforderliche Visum sind Ihnen die Träger, bei denen Sie sich auch bewerben, gerne behilflich.

Alle wichtigen Informationen zum Bundesfreiwilligendienst, der finanziellen Unterstützung und der Bewerbung finden Sie hier: www.ev-freiwilligendienste.de/bfd/

“SOZIALE BERUFE – kann nicht jeder“ bietet neben Erfahrungsberichten und einer Stellenbörsen auch viele interessante Informationen zum BFD: www.soziale-berufe.com/

Freie Stellen und Informationen zum Bundesfreiwilligendienst in Diakonie und evangelischer Kirche gibt es hier: www.evangelischer-bundesfreiwilligendienst.de