Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanzieren

- Der Bundesrat befasst sich heute mit dem Entwurf des so genannten Rechtsvereinfachungsgesetzes der Bundesregierung. Die Bundesländer haben umfassende Änderungsvorschläge vorgelegt, unter anderem wollen sie die Einführung des Passiv-Aktiv-Transfers.

Das Cafe bildet arbeitslose Jugendliche und Langzeitarbeitslose aus.
Diakonie-Restaurant "Church" in Essen epd-Bild/Fernkorn

Die Diakonie Deutschland freut sich, dass die Bundesländer den so genannten Passiv-Aktiv-Transfer einführen wollen, um die Lebenssituation für Langzeitarbeitslos zu verbessern. „Der Anteil der Menschen, die langzeitarbeitslos sind, nimmt leider nicht ab. Sie stehen am Rand unserer Gesellschaft und brauchen Unterstützung zur Teilhabe an Arbeit durch intensive Begleitung und Qualifizierung“, sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland.

Sie appelliert an die Bundesregierung, bei den aktiven Hilfen für Langzeitarbeitslose nachzubessern. „Öffentlich geförderte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beendet die gesellschaftliche Ausgrenzung von Langzeitarbeitslosen und schafft eine Perspektive“, betont Loheide. Finanziert werden könne das mit einem Passiv- Aktiv-Transfer.

Das PAT-Modell ist eine Idee der Diakonie und die Umsetzung wird seit Jahren gefordert. Dabei sollen die bisherigen Leistungen für Langzeitarbeitslose, wie Miete, Heizkosten und Existenzsicherung zur Finanzierung sozialversicherungspflichtiger Arbeit  genutzt werden.

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Ute Burbach-Tasso, Pressesprecherin