Arbeit möglich machen: Für Menschen mit schwerer mehrfacher Behinderung

- Auch heute noch werden Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf in erster Linie über ihre Hilfsbedürftigkeit wahrgenommen. Ihnen wird das Recht zur beruflichen Bildung und Teilhabe am Arbeitsleben abgesprochen.

Filmprojekt: Arbeit möglich machen auch für Menschen mit schwerer, mehrfacher Behinderung
Die Brezenverkäufer - eines der Beispielprojekte Diakonie u.a

Bisher werden Menschen mit schwerer, mehrfacher Behinderung in den meisten Regionen Deutschlands von der Teilhabe am Arbeitsleben (auch in Werkstätten für behinderte Menschen) ausgeschlossen. Sie werden auf Förderangebote wie z.B. Förderstätten oder Fördergruppen in Wohnheimen u. ä. verwiesen. Die Verbände fordern deshalb seit langem, das „Mindestmaß wirtschaftlich verwertbarer Arbeitsleistung“ als Zugangskriterium für die Teilhabe am Arbeitsleben aus den aktuell geltenden, gesetzlichen Regelungen zu streichen.

Trotz oftmals schwieriger Rahmenbedingungen haben sich manche Einrichtungen und Dienste auf den Weg gemacht und Angebote für diesen Personenkreis entwickelt.

In drei Kurzfilmen werden neun dieser „Beispiele guter Praxis“ vorgestellt. Die Filme zeigen Menschen mit Behinderungen bei ihrer Tätigkeit in verschiedenen Bereichen und an unterschiedlichen gesellschaftlichen Orten:
Da gibt es die „Brezn-Boten“, einen mobilen Frühstücksdienst, der die Verwaltung mit frischen Brez'n versorgt. Auf einem Reiterhof werden mit viel Liebe und Freude die Pferde versorgt und die Ställe ausgemistet. Beim FC Altona 93 säubern Fußballfans montags nach einem Heimspiel die Sitze. Und anderenorts werden mit Begeisterung in einem Bioladen Kartons zerrissen oder Holzabfälle zu Grill- und Kaminanzündern gespalten.

Wie wichtig Arbeit auch für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf ist, machen alle Praxisbeispiele deutlich. Einer formuliert es so: „Wenn keine Arbeit da ist, sind unsere Leute einfach unglücklich.“

Mit den Filmen möchten Verbände und die Aktion Mensch Möglichkeiten aufzeigen und gleichzeitig dazu auffordern, weitere Angebote dieser Art zu entwickeln.Die Filme sind frei zugänglich und können für Fortbildungen, Veranstaltungen u.w.m. genutzt werden.

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