Am Wohl der Patienten orientieren - Diakonie setzt sich für eine klare Zielrichtung der Krankenhausreform ein

- Patienten im Krankenhaus brauchen eine gute medizinische Versorgung, persönliche und wertschätzende Zuwendung. Dafür benötigen Ärztinnen, Psychologen, Physiotherapeutinnen und Pflegekräfte gute Rahmenbedingungen.

Kampagnen-Motiv Krankenhilfe: Lars Hagemann mit Fuß-Patientin Nele Diakonie

Bei allen Diskussionen um die Finanzierung von Krankenhäusern muss nach Ansicht der Diakonie die Perspektive der Patienten stärker im Blick bleiben.

„Patientinnen und Patienten brauchen qualifiziertes und zugewandtes Personal um sich gut aufgehoben zu fühlen und schnell zu genesen. Auch der Weg aus dem Krankenhaus in die Nachbehandlung und Pflege müssen verlässlich geregelt sein“, sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland anlässlich der heutigen Anhörung im Bundestag zum Krankenhausstrukturgesetz.

Die Krankenhausreform müsse sich daran messen lassen, inwieweit sie dazu beitrage, dass alle Menschen gut versorgt würden. Dies gelte insbesondere auch für Menschen mit wenigen Ressourcen und umfangreichen Hilfebedarfen, zum Beispiel alleinstehende, ältere, sozial benachteiligte Patienten. Ein Krankenhaus, das seinen Versorgungsauftrag umfassend erfülle, müsse auch ohne Leistungsausweitung wirtschaftlich betrieben werden können.

„Krankenhäuser existieren nicht für sich allein - sie müssen Teil der Behandlungskette sein und weiterentwickelt werden.“ so Loheide. Im Rahmen der Gesetzgebung müssten daher die bestehenden ambulanten Versorgungslücken nach Krankenhausaufenthalt  geschlossen werden, wie z.B. die Grundpflege und Kurzzeitpflege oder auch Haushaltsdienste. „Nur wenn die Nachsorge gesichert ist, können Krankenhäuser nachhaltige Behandlungserfolge erzielen“, betont Loheide.

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Ute Burbach-Tasso, Pressesprecherin