Agenturmeldungen
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22.07.2010
Diakonie stellt nach Protesten Palmöl-Verbrennung zum Heizen ein
Kehl (epd) - Die Diakonie im badischen Kehl-Kork betreibt nach Protesten von Umweltschützern ihr Blockheizkraftwerk nun mit Raps- statt Palmöl.
Seit Anfang dieser Woche werde der umweltfreundlichere, weil nachwachsende Rohstoff Rapsöl eingesetzt, teilte die Einrichtung am Donnerstag mit.
Damit sei die Abkehr von dem billigeren und in seinen ökologischen und sozialen Auswirkungen problematischen Palmöl vollzogen, hieß es. Nach Kritik von Initiativen zum Schutz des Regenwaldes hatte sich die Einrichtung durch einen Klimaexperten der Hilfsorganisation „Brot für die Welt“ beraten lassen und den Ausstieg aus der Palmöl-Verbrennung gesucht. Um Palmöl zu gewinnen, würden in Malaysia, Indonesien und Kolumbien Regenwälder gerodet, Menschen entrechtet und vertrieben sowie Böden und Flüsse mit Pestiziden verseucht, argumentierten die Kritiker.
Die Diakonie hatte sich eigenen Angaben nach angesichts gestiegener Lohn-, Sach- und Energiekosten 2006 für ein Blockheizkraftwerk entschieden, um längerfristig die Arbeit mit behinderten und epilepsiekranken Menschen in ihrer Einrichtung zu sichern. Neben der Senkung der Energiekosten sei der finanziell geförderte Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen ausschlaggebend gewesen.
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