08.2014: Finanzierung palliativ kompetenter Versorgung in stationären Pflegeeinrichtungen

Die letzte Wegstrecke eines jeden Menschen verdient besondere Aufmerksamkeit. Deshalb setzt sich die Diakonie dafür ein, dass Sterbebegleitung und palliative Versorgung und Begleitung sterbender Menschen rechtlich und finanziell verbessert werden.

Die meisten Menschen wollen zu Hause im Kreis von vertrauten Menschen sterben. Das gilt auch für jene Menschen, die ihre letzte, oft recht kurze Lebensphase in einer stationären Pflegeeinrichtung erleben. Damit dies gelingt, ist eine weiterentwickelte Praxis der palliativen Kompetenz in den stationären Pflegeeinrichtungen erforderlich.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer aller Bewohnerinnen und Bewohner in stationären Pflegeeinrichtungen liegt zwischen 31 bis 36 Monaten. Innerhalb von zwölf Monaten versterben aber bereits zwischen 36 und 48 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner, innerhalb von drei Monaten oft schon 25 Prozent.

Studien kommen zu dem Schluss, dass die Bedeutung der Palliativversorgung enorm gestiegen ist und nicht mehr mit dem gleichen Personalschlüssel gesichert werden kann wie zu Zeiten der Einführung der Pflegeversicherung: Der aus den teilweise kurzen Aufenthaltsdauern von nur wenigen Tagen, Wochen oder Monaten resultierende Ressourcenaufwand in den Einrichtungen kann auf der Grundlage dieser Erkenntnisse zweifelsfrei als massiv eingeschätzt werden.

Die Diakonie Deutschland spricht sich daher für einen personenbezogenen Vergütungszuschlag für jeden Tag aus, für den der Hausarzt einen individuellen Bedarf für „palliativ kompetente Versorgung“ bescheinigt. Der Vergütungszuschlag soll auf der Grundlage eines angemessenen Personalschlüssels berechnet und aus Mitteln der Pflegekassen an den Leistungserbringer gezahlt werden. Damit können in stationären Pflegeeinrichtungen zusätzliche Stellenanteile für Mitarbeitende finanziert werden, die mindestens über eine Palliative-Care-Weiterbildung verfügen.

Eine Projektgruppe bestehend aus Vertretern von Landes- und Fachverbänden, diakonischen Einrichtungen und der Diakonie Deutschland hat diesen Vorschlag als Positionspapier der Diakonie erarbeitet.

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Artikelnummer: 613 003 084

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