03.2010: „Es sollte überhaupt kein Armer unter Euch sein“

Kaum ein Phänomen hat die wachsende Armut in Deutschland so ins öffentliche Bewusstsein gebracht wie der wachsende Anstieg der "Tafeln".

„Tafeln“ sind in erster Linie ein Mittel der Armutslinderung einer solidarisch handelnden Zivilgesellschaft. Die Diakonie begrüßt dieses armutslindernde Engagement von Menschen in „Tafeln“.

Aus verschiedenen Gründen können sie aber kein wirksames Instrument zur Überwindung gesellschaftlicherArmut sein. Die Überwindung von Armut ist Ziel und Aufgabe des Staates. Der Sozialstaat muss der Garant dafür sein, dass Armut strukturell und nachhaltig bekämpft und verhindert wird. Die Diakonie betrachtet die Abwesenheit von Armut als das Mindestkriterium für die Verwirklichung sozialstaatlicher Zielsetzungen der sozialen Sicherheit und sozialen Gerechtigkeit. Die „Tafeln“ zeigen überdeutlich, dass trotz staatlicherSozialpolitik Armen eine menschenwürdige Existenz verweigert wird.

Insbesondere politischeAkteure instrumentalisieren und missbrauchen in einigen Fällen die Arbeit der „Tafeln“, um eigene Untätigkeit und Versäumnisse bei der Überwindung von Armut zu verdecken. Ziel der Diakonie ist nicht die Selbstauflösung der„Tafeln“, sondern eine nachhaltige Armutsüberwindung durch Sozialpolitik.

Die vorliegende Handreichung möchte in diesem Sinne Diskussionen in Kirche, Diakonie und Politik anregen: Um die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung in Kirche und Diakonie zu verstärken, aber auch um nachhaltige Strukturen zur Prävention von Armut und für mehr Chancen und Teilhabe aller Menschen zu schaffen.

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